Da war der Aufenthalt in den Lagerräumen der Mosterei Möhl in Arbon geradezu angenehm. Womit wir schon beim ersten Programmpunkt unserer Fahrt wären.
Es ging hier um Most. Drei Viertel der Schweizer Apfelweinproduktion findet nah am Bodensee statt. 800 Landwirte beliefern die Mosterei Möhl, ihres Zeichens zweitgrößte Mosterei der Region. Sie zeichnet schon seit über 100 Jahren für Qualitätsprodukte aus Kernobst verantwortlich. Über die Jahre wandelte sich das Trinkverhalten der Schweizer weg vom Hochprozentigen hin zu immer mehr alkoholfreien Getränken. In einer kurzweiligen Betriebsführung wurden wir von Dimensionen des Betriebe und der Produktqualität beeindruckt.
Weiter ging es ins Zentrum von St. Gallen. Nach einer mittäglichen Stärkung führten uns zwei aufgestellte Damen durch die Altstadt und den Stiftsbezirk der traditionsreichen Stadt. Zu Reichtum kam St. Gallen durch die Textilveredelung. Bleichen und Sticken wurde über die Jahrhunderte perfektioniert und die edlen Stoffen global gehandelt.
Die Siedlung nahm ihren Ursprung des Mönches Gallus, der im 7. Jahrhundert hier sein Domizil errichtete. Über die Jahre wurde das Stift klerikales Zentrum und Ort der Wissenschaft. Einen eindrücklichen Beweis dafür findet man in der Stiftsbibliothek, die nicht nur unzählige historische Schriften aufbewahrt, sondern selbst ein handwerklicher Beweis für die Größe und Bedeutung des Stiftes diente. Den beiden Damen vom Tourismusbüro St. Gallen ist für ihre kurzweilige Führung durch die Jahrhunderte zu danken.
Dann ging es endlich in den Garten. Und zwar in den Botanischen Garten St. Gallen. Wir erkundeten in Kleingruppen die Gewächshäuser und den nach Erdteilen bepflanzten Außenbereich. Da wurde uns die Zeit fast zu knapp und einzelne wollten den Garten gar nicht mehr verlassen.
Nachdem schließlich alle im Bus waren, kurvten wir über das schöne Appenzell Richtung Osten, wo wir schließlich bei einem feinen Abendessen im Gasthof Kreuz den Ausflug ausklingen ließen.

















