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OGV Obst- und Gartenkultur Vorarlberg

Bericht: Rosenschnitt 2026

OGV Sulz-Röthis am 14.03.2026

Am Samstag, den 14. März 2026, fand von 14:00 bis 16:00 Uhr der diesjährige Rosenschnittkurs des Obst- und Gartenbauvereins Sulz-Röthis statt. Veranstaltungsort war der Garten der Familie Bömcke in Röthis (Kästenholz 22). Der sehr beliebte Kurs wurde erneut von Rudi Waibel, Rosenexperte aus Rankweil, geleitet und lockte zahlreiche begeisterte Rosenliebhaber an.

Ganz nach dem bekannten Gärtner-Spruch „Wenn die Forsythien blühen, ist es Zeit, die Rosen zu schneiden!“ war der Zeitpunkt ideal für den fachgerechten Rosenschnitt – die Forsythien standen bereits in voller Blüte. Das Wetter am Nachmittag zeigte sich allerdings leicht regnerisch und kühl, was der guten Stimmung und dem großen Interesse der Teilnehmer jedoch keinen Abbruch tat.

Zu Beginn stellte Rudi Waibel eine Frage in die Runde: „Wie viele verschiedene Rosen gibt es eigentlich?“ Die Antwort überraschte viele Teilnehmer – mehr als 12.000 Sorten sind weltweit bekannt. Dabei unterschied der Referent zunächst zwischen zwei großen Gruppen:
Wildrosen, den ursprünglichen Rosenarten mit meist ungefüllten Blüten (etwa 100 bis 250 Arten), und Kulturrosen, von denen es heute über 30.000 Sorten gibt. Diese werden wiederum in verschiedene Gruppen eingeteilt, darunter Edelrosen, Strauchrosen, Beetrosen, Kletterrosen, Ramblerrosen und Bodendeckerrosen.

Im Anschluss ging es direkt in die Praxis. Gestartet wurde mit dem Schnitt von Kletterrosen an einem besonders schönen Rosenbogen im Garten der Familie Bömcke. Danach zeigte Rudi Waibel den richtigen Rückschnitt bei Beet- und Strauchrosen sowie bei Bodendeckerrosen. Die Teilnehmer konnten die Arbeitsschritte direkt beobachten und selbst ausprobieren.

Zwischendurch beantwortete der Rosenexperte zahlreiche Fragen aus der Runde. Besonders interessant war die Frage, wie man einen Wildtrieb bei Rosen erkennt. Rudi Waibel erklärte, dass diese unterhalb der verdickten Veredelungsstelle am Wurzelhals aus dem Boden wachsen. Typische Merkmale sind hellgrüne, kleinere Blätter (oft sieben statt fünf Fiederblättchen), viele Dornen sowie ein schnelles, gerades Wachstum.

Auch praktische Tipps kamen nicht zu kurz: Ein regelmäßiger Rückschnitt fördert das Wachstum der Rosen und kann Krankheiten vorbeugen. Schwächere Pflanzen sollten zusätzlich mit Rosendünger versorgt werden. Bei Sternrußtau empfahl der Experte eine homöopathische Behandlung mit Globuli Rhus toxicodendron.

Für das leibliche Wohl sorgte die Familie Bömcke, die die Teilnehmer mit heißem Tee und Säften sowie einer Wurst- und Käseplatte mit warmen Brotstangen bestens versorgte.

Der Obst- und Gartenbauverein Sulz-Röthis bedankt sich herzlich bei Rudi Waibel für die fachkundige und praxisnahe Anleitung sowie bei der Familie Bömcke für die Bereitstellung ihres Gartens und die herzliche Bewirtung. Die Teilnehmer konnten viele wertvolle Tipps mit nach Hause nehmen – und freuen sich nun auf eine blühende Rosensaison. 🌹🌿

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